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Dachstein Salzkammergut

Die Geschichte Hallstatts

Die Geschichte von Hallstatt fasziniert die ganze Welt, der kleine Seeort blickt auf eine aufregende Vergangenheit zurück.

Hallstatt im Herbst
Foto: Gerd Krauskopf

Aus der Zeit um 12.000 vor Christus stammt ein künstlich durchbohrter Höhlenbärenknochen aus der Dachstein- Rieseneishöhle, der als ältester Beweis für menschliche Anwesenheit in der Gegend um Hallstatt gilt.

Bereits in der Jungsteinzeit gibt es Hinweise auf eine regelmäßige Präsenz von Menschen im Inneren Salzkammergut. (Steinbeile, um 5000 vor Christus).

Wirklich industrielle, bergmännische Gewinnung von Steinsalz lässt sich momentan ab dem 15. Jahrhundert vor Christus nachweisen.

In der Bronzezeit wird am Berg aber nicht nur Salz gebrochen, sondern dieses auch gleich benutzt um in großen Holzbecken Schweinefleisch in industriellem Umfang zu suren (pökeln) um in weiterer Folge Speck daraus zu machen.

Im 9. Jahrhundert wird am Berg der Abbau umgestellt und man folgt dem Salz nun in riesigen horizontalen Abbaukammern, die Dimensionen von 200 Meter Länge, 20 Meter Höhe und 20 Meter Breite erreichen können. Der Friedhof der althallstätter Bergleute im Salzberghochtal wurde vor über 150 Jahren entdeckt. Die freigelegten Grabbeigaben sind derart repräsentativ und eindrucksvoll, dass eine ganze Kulturepoche der europäischen Geschichte danach benannt wurde – die Hallstattzeit circa 800 - 400 vor Christus.

Um 350 vor Christus kam es zu einer gewaltigen Murenkatastrophe, die den florierenden Bergbau wahrscheinlich mit einem Schlag vernichtete. Erst nach einiger Zeit konnte der Betrieb von der Dammwiese aus, am Fuße des Plassens gelegen, wieder aufgenommen werden.

300 nach Christus kommt es zur ersten Verbreitung des Christentums im Salzkammergut, und im 6. Jahrhundert nehmen die Bajuwaren das Gebiet in Besitz.

Die erste Erwähnung von Lauffen (Flußhindernis an der Traun) im Jahre 807 kann als Beweis für den Transport des Salzes auf dem Wasserweg zu seinen Bestimmungsorten gesehen werden.

Im 12. Jahrhundert wird erstmals eine kleine romanische Kirche erwähnt, die "Michaelikirche".

1284 lässt Herzog Albrecht von Österreich einen Wehrturm zum Schutze des Salzberghochtales errichten, den "Rudolfsturm", welcher schon wenige Jahre später im Salzkrieg zwischen Albrecht und Erzbischof Konrad IV. von Salzburg seine Bestimmung erfüllen sollte.

1494 verleiht Kaiser Maximilian I. dem Ort ein Marktwappen, später dann das Braurecht und bestieg höchstselbst auch den Salzberg.

Im Jahre 1595 wird mit dem Bau einer Soleleitung ins 40 km entfernte Ebensee begonnen, wo es größere Holzvorräte für die Sudhütten gab - es ist somit die Älteste Pipeline der Welt.

1734 wird im Hallstätter Salzbergwerk die Leiche eines durch Salz konservierten prähistorischen Bergmannes gefunden. Dieser vorgeschichtliche Unfalltote (ca. 400 v. Chr.) ging als "Mann im Salz" in die Geschichte ein.

1750 wurde bei einer Brandkatastrophe nahezu der gesamte Ortskern Raub der Flammen.

Mit dem Bau der Straße von Gosaumühle nach Hallstatt 1875 war der erste Schritt zur verkehrsmäßigen Erschließung des Marktes auf dem Landweg getan. Bisher war ein schmaler Saumweg die einzige Verbindung (außer der Schifffahrt) nach außen.

Mit dem Bau der k.k. Kronprinz Rudolf Kammergutbahn in den Jahren 1876 bis 1878 nahm auch der Fremdenverkehr in Hallstatt einen gewaltigen Aufschwung. Alljährlich kamen nun tausende Gäste, um die Naturschönheiten des Ortes zu genießen.

Kurz vor der Jahrhundertwende wurde der schon lange notwendige Bau der Seestraße in Angriff genommen. Diesem Vorhaben, durch das nun der Ortsteil Lahn mit der Gosaumühlstraße verbunden war, fielen sieben Wohnhäuser zum Opfer.

Der im Jahre 1964 begonnene Bau einer ortsbildschonenden Ortsumfahrung in Form eines "Doppeltunnels mit Parkterrasse in der Mühlbachschlucht" war 1966 beendet, die Anlage konnte am 23. Juli dem Verkehr übergeben werden.

Im Dezember 1997 beschloss das Welterbe-Komitee der UNESCO die Kulturlandschaft Hallstatt- Dachstein / Salzkammergut auf die "Liste des Welterbes" zu setzen.

Die Verleihung der Urkunde wurde im Juni des Jahres 1998 unter großem Jubel der Bevölkerung und mit einem gigantischen viertägigen Fest gefeiert.

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Ferienregion Dachstein-Salzkammergut
Tourismusverband Inneres Salzkammergut
Geschäftsstelle Hallstatt


Seestraße 169, 4830 Hallstatt
Tel.: +43 (0)6134 8208

e-Mail: hallstatt@dachstein-salzkammergut.at
Web: http://www.oberoesterreich.at/hallstatt

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