
Einen wichtigen Beitrag zur alpinen Sicherheit leisteten die TeilnehmerInnen des diesjährigen internationalen Dachsteincamps der Naturfreundejugend Oberösterreich. Inhalt dieses Projektes waren nicht nur diverse Pflegearbeiten in der Natur, sondern auch der interkulturelle Aspekt.
Die Naturfreundejugend OÖ hat Jugendlichen verschiedenster Herkunft auch heuer wieder eine abwechslungsreiche Möglichkeit geboten, einen Beitrag zur Förderung eines sozial und ökologisch verträglichen Tourismus zu leisten. Bei einem viertägigen Camp Anfang August versammelten sich motivierte Freiwillige, um sich für die Umwelt und Natur zu engagieren.
Vor Allem die Pflege und der Ausbau der alpinen Infrastruktur standen dieses Mal auf dem Programm. Die freiwilligen HelferInnen markierten den Weg zur Ochsenwieshöh´ am Ausstieg des Übungsklettersteiges. Hier wurde darauf geachtet, möglichst wenig in die bestehende Vegetation einzugreifen, um eine mit der Natur im Einklang stehende alpine Infrastruktur zu schaffen. Außerdem widmeten sich die Jugendlichen diversen Arbeiten beim Wiesberghaus, zerkleinerten Holz zu Brennmaterial und bauten ein Insektenhotel.
In Zusammenarbeit mit dem Verein „maiz- autonomes Zentrum für MigrantInnen“ wurde es sogar einem Jugendlichen aus Afghanistan ermöglicht, sich erstmalig an einem derartigen Projekt zu beteiligen und neue Erfahrungen zu machen. Unter Anderem errichtete er sogenannte Steinmänner als Wegmarkierung und half bei Sanierungsarbeiten am Wiesberghaus mit:
„Ich kenne‚ Urlaub nicht; für mich ist das der erste Urlaub in meinem Leben. Ich möchte, dass ich viel erlebe und dass es interessant ist. Außerdem freue ich mich auf das Naturerlebnis – weg von der Stadt zu sein, saubere Luft zu atmen, Bewegung im Freien.“
Neben den erbrachten Leistungen in der atemberaubenden Umgebung des Dachsteinplateaus wurde ein geselliges und sportliches Rahmenprogramm geboten. Es wurden Mehrseillängentouren, Wanderungen und lustige Spieleabende unternommen.
Der kulturelle Austausch, das Entstehen neuer Freundschaften und das Sammeln neuer Erfahrungen kamen während dieser Tage sicherlich nicht zu kurz.
Weitere Informationen unter:
www.naturfreunde.at